Jahresarchiv 2012

Das Winterwunderland

Winterwunderland Keine weißen Weihnachten - dann halt ein "Archivbild" von zwei Wochen davor. Da kommt Winterstimung auf!Der frustrierende Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten Tage sollte auch dem letzten Optimisten bezüglich weißer Weihnachten die Tränen in die Augen treiben. Sofern das Prognostizierte eintritt, wird man übermorgen ja schon fast daran denken können, eine weihnachtliche Grillparty zu veranstalten. Alternativ wäre auch "Glühwei on the rocks" denkbar, denn Heißgetränke werden sicherlich nicht notwendig sein.

Für all jene unter euch, die der weißen Pracht nachweinen, hier einfach nur schnell ein Bild, das ich vergangene Woche zwischen Günzburg und Augsburg aus dem Zug Richtung München aufgenommen habe. Irgendwie hätte ich die Weihnachtstage lieber so als warm und nass...

Modernes Theater

Im Theater Bekommt man heutzutage manch surreales Stück vorgesetztDiese Woche kam ich sopntan zu einem Theaterbesuch. Dem ersten seit vielen (wirklich vielen) Jahren. Meine Mutter hatte eine Karte übrig und der Titel des Stückes klang verlockend:

Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüsseln zu heiligen Schrift

Klingt lustiger und spannender, als es schlussendlich war. Nein, eigentlich war es partiell sogar etwas anstrengend. Nicht, dass das Stück nicht die eine oder andere humorige Note gehabt hätte. Aber die tiefere Aussage des Stückes erschloss sich  nicht gerade auf den ersten Blick. Und den zweiten auch nicht unbedingt.

Munteres Städteraten

Grüne Weihnachtsbäume hat jeder Preisfrage: In welcher Stadt war ich vor einigen Tagen?

Kleiner Tip: Außer einem derzeit (nein, eigentlich konstant) maximal "mäßig" erfolgreichem Fußballverein gibt es dort nicht viel. Nein, eigentlich gar nichts, zumindest nichts was eine Reise dorthin ernsthaft rechtfertigen würde. Außer, man macht sich etwas aus viel grauem Beton.

Und ich habe so den Eindruck, aus genau diesem Grund fokussiert man sich ja auch so auf den Verein und wirft der Einfachheit halber schnell den Trainer raus, wenn man ein paar mal hintereinander nicht gewonnen hat...

Wo Stuttgart von München lernen kann

Die Aztekenkellys... ...deren Panflötengedudel einem die Tränen in die Augen steigen lässt. Und es sind sicher keine vor Rührung...Ich empfinde städtische Fußgängerzonen in der Vorweihnachtszeit bekannter Maßen als Vorhof zur Hölle. Nicht nur, dass das Gros der Menschen ihre Weihnachtsgeschenke offensichtlich noch immer nicht online kauft, sondern einen masochistischen Spaß daran zu haben scheint, sich an Samstagen durch die Innenstädte zu schieben. Nein, auch die Anzahl offensichtlich talentbefreiter Straßenmusiker nimmt empfunden mit jedem Tag zu. Lassen wir die mit Eröffnung der Weihnachtsmärkte aus allen Winkeln hervorkriechenden geigenden und blockflötenden Kinder mal außen vor (deren Auftritte empfinde ich eher als mutig denn peinlich), bleiben genug Beispiele über, deren Präsenz zumindest bei mir das Gegenteil dessen bewirkt, was man sich von Straßenmusikern eigentlich erhofft: in mir melden sich schlagartig Fluchtreflexe.

Diejenigen unter euch, die hin und wieder in Stuttgart auf der Königstraße entlangflanieren, haben mit Sicherheit bereits Bekanntschaft mit meinem Feindbild Nummer eins gemacht, einer Combo, deren musikalische Ergüsse in meinen Augen in der Lage sind, sofortige Hirn- (oder wenigstens Ohr-) Blutungen hervorzurufen.

Vorfreude

Ich muss gestehen, dass ich ihn kaum erwarten kann, den zweiten Teil von "Ich, einfach unverbesserlich". Da kommt der zugehörige Weihnachtsspot gerade Recht:

Nein, ich habe das Blog nicht eingestellt

...auch wenn man in den vergangenen Monaten den Eindruck gehabt haben könnte.

Hintergrund des langen Schweigens ist keine Schreibblockade, sondern schlicht und ergreifend ein Zeit- kombiniert mit einem klitzekleinen Motivationsproblem. Ich war einfach zwischen Oktober und Anfang Dezember zu viel unterwegs, an zu vielen Orten, in zu vielen Zügen, als dass ich die Muße gehabt hätte, nach den langen Arbeitstagen noch Blog-Artikel zu erfassen. Diejenigen, die darüber enttäuscht sind: entschuldigt!

Nun kann ich nicht garantieren, dass längere Schreibpausen auch in Zukunft nicht hin und wieder mal vorkommen, aber ich bin besten Willens, ab sofort wieder ein Bisschen mehr hier zu veröffentlichen. Da trifft es sich gut, dass ich derzeit Urlaub und damit auch etwas mehr Zeit habe. Und da die Welt da draußen aktuell sehr grau und unfreundlich ist, sind eine wohlig geheizte Wohnung, ein frischer Tee und ein voll aufgeladener Akku am Notebook doch hervorragende Voraussetzungen, um gleich heute ein Bisschen über die vergangenen Monate zu erzählen...

Der Hirschgarten

Der Hirschgarten Könnte man die Bahnlinie nördlich meiner Wohnung direkt überqueren, wäre er nur einen Katzensprung entfernt.Von meiner Wohnung aus kann ich drei Parks einigermaßen gut zu Fuß erreichen. Im Süden gäbe es den Westpark, im Nordwesten den Schlosspark Nymphenburg und fast direkt nördlich liegt der Hirschgarten. Letzteren habe ich mir an einem der vergangenen wunderschönen Spätsommerwochenenden mal näher angesehen. Der Fußweg dahin beträgt vermutlich rund zwei Kilometer und führt idealer Weise an einer Filiale einer großen amerikanischen Kaffeehauskette vorbei (nein, es ist nicht Starbucks), bei der ich mich zunächst mit einem koffeinhaltigen Eisgetränk eingedeckt habe. Es ist immer gut, die erste Pause einzulegen, ehe man das eigentliche Ziel des Ausflugs erreicht hat. Sowas stärkt Moral und Durchhaltevermögen, wovon man eine Menge benötigt, wenn man an einem Nachmittag bei sommerlichen Temperaturen ein Stück Grünfläche ansteuert - das haben etliche tausend andere Großstädter nämlich auch vor, die mit Kind und Kegel (bzw. Kubb-Spiel) dem verfügbaren Schatten entgegeneilen.

Der erste Eindruck war eher niederschmetternd - beim Hirschgarten handelt es sich um einen künstlich angelegten Park, der in seiner jetzigen Form Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrtausends gestaltet wurde. Kinderwagentauglich asphaltiert, breit genug, um einer Horde nebeneinanderlaufender Walkerinnen Platz zu bieten und auf den ersten Blick nicht gerade ein Hort der Stille und Einsamkeit, in dem man sich ansiedeln würde, wäre man ein Hirsch.