Jahresarchiv 2015

Nazis einfach mal wegrotzen

Etwas drastisch im Ausdruck...<br>...aber generell durchaus nicht falsch, würde ich sagen. Nebenstehendes habe ich vergangene Woche in Degerloch am Busbahnhof fotografiert. Trifft meine volle Zustimmung. Na gut, ich hätte es verbal vermutlich dezent anders formuliert, aber so kann man das natürlich auch ausdrücken. Und vermutlich verstehen es die potentiell Angesprochenen sogar besser, als wenn man das Eintreten gegen rechtes Gedankengut hinter einer verschwurbelt-intellektuellen Formulierung versteckt. Wobei ich mit dem Urheber des Werks gern mal eine Fachdiskussion über Zusammen- und Getrenntschreibung bzw. das Setzen von Trennstrichen führen würde…

Und los!

Jetzt ist erstmal abbruch angesagt<br> Meine geschätzte Leserschaft (so klein sie auch sein mag) ist es ja inzwischen gewohnt, dass es hier im Blog immer mal wieder Durststrecken gibt, in denen nicht viel passiert. Vor einer eventuell weiteren möchte ich ausnahmsweise schonmal im Vorfeld warnen: Mit Abschluss des heutigen Arbeitstages hat meine Umzugsphase begonnen, der Abschied von Laim naht. Morgen früh beginnt das große Einpacken und Ausmisten. Vielleicht erst nach der Sonnenfinsternis (von der es hier sicher Bilder zu sehen geben wird), aber dann wird rangeklotzt. Fünf Tage bleiben mir, um alles einzupacken und die Wohnung weitgehend übergabefertig zu machen, da ich die beiden Tage vor dem Umzugstermin (grandiose Terminplanung, aber für die kann keiner was) nochmal zwei Seminartage abhalten muss. In Stuttgart.

Was mir (und meinen Umzugshelfern) sehr entgegenkommt ist die Tatsache, dass etliche schwere Dinge in der Wohnung bleiben können, da sie von meiner Nachmieterin übernommen werden. Die Küche, Waschmaschine und der Kleiderschrank bleiben hier, was das zu transportierende Gesamtgewicht empfunden halbiert. Weniger zu packen gibt es deshalb dennoch kaum und ich hoffe, dass das Ganze ohne unangenehme Überraschungen abläuft – ich bin gespannt!

Dementsprechend dürfte vermutlich nicht allzuviel Zeit bleiben, hier im Blog sonderlich aktiv zu sein. Und ob ich dann in der neuen Wohnung sofort Internet zur Verfügung habe (theoretisch schon, die entsprechende Bestellung ist längst getätigt (was habt ihr denn gedacht? ;-)) muss man sehen. Also bitte nicht wundern, wenn hier ein Weilchen Ruhe einkehren sollte.

Moon over Friedenheimer Street

Der-MondVorgestern Abend war es mal wieder so weit: Aus einem so arglos vor mich hin gedachten „Hey, feiner Blick auf den Mond, mach ein Bild davon!“  wurde ein  photographisches Experiment größeren Ausmaßes. Wie so häufig. Das letzten Monat gebastelte animierte Bild vom Sonnenaufgang über Degerloch hat vermutlich meinen Ehrgeiz geweckt. Eines zu erzeugen, bei dem die Ausgangsbilder mit Hilfe einer vernünftigen Kamera entstanden sind. Die während der Aufnahmen bitteschön auf einem Stativ stand. Beides trifft im aktuellen Fall zu. Und ich gestehe: ich bin mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden :-)
Sollte sich nun jemand fragen, wie das Bild und die zugehörigen Fotos entstanden: Das ist eine ganz simple Belichtungsreihe. ISO 100, Blende 4 und dann einmal durch alle Belichtungszeiten von zwei Sekunden bis zu 1/8000. Vermutlich könnte man bei den längeren Zeiten auch die ein oder andere Zeitspanne überspringen. Die Bilder werden dann in Photoshop in ein einzelnes Bild gepackt, das dann aus entsprechend vielen Ebenen besteht. Da das Verändern der Belichtungszeiten an der Kamera aber leider nicht funktioniert, ohne dabei das Stativ wenigstens minimal zu verschieben, müssen nun alle Ebenen korrekt ausgerichtet werden. Das kann Photoshop partiell allein, richtig überzeugt hat mich das Ergebnis dennoch nicht. Handarbeit ist hier lästig, aber sinnvoller. Anschließend muss man dem Programm „lediglich“ noch beibringen, welche Ebenen -bezogen auf einen zeitlichen Ablauf- wann zu sehen sein sollen. Das artet partiell in Klickorgien aus, eröffnet aber geradezu fantastische Möglichkeiten, da eben sämtliche Gestaltungs- und Bildmanipulationswerkzeuge zur Verfügung stehen, die Photoshop hergibt.

Ich denke, ich habe Gefallen an der Erstellung solcher Bilder gefunden. Wenn das jetzt noch irgendwie kein so schrecklicher Zeitfresser wäre, es wäre perfekt :-)

Die Sache mit den Friseuren

Ist es am Ende gar Chick-Saal?<br> Es ist eine ganze Weile her, da hatte ich mal einen kurzen Artikel über einen ehemaligen Friseursalon geschrieben, der hier bei mir um die Ecke beheimatet war. In meiner Phantasie durch die Wahl eines bestenfalls suboriginellen Firmennamens in den Ruin getrieben. Zu Recht. Stimmt vermutlich nicht, lässt mich aber jedes mal wieder diabolisch Grinsen, dieser Gedanke.

Jener kurze Betrag jedenfalls bescherte dieser Seite hier Monate nach seiner Veröffentlichung den ersten Leserbeitrag -von den immer gern gesehenen Kommentaren einmal abgesehen- überhaupt. Denn eine seit ganzen einer Weile in Freiburg lebende, sehr geschätzte ehemalige Kollegin (womit die paar hier mitlesenden noch aktiven Kollegen wissen, wer gemeint ist) verblüffte mich irgendwann mit einer Mail, aus der ich (heute, weitere Monate später) höchst beglückt zitiere:

Ich lese mit großem Vergnügen deinen Blog und ein Beitrag blieb in lebhafter Erinnerung: Kamm in! Der Friseur mit dem kreativen (nun ja…) Daumen? Schere? bei der Namenswahl. Und jeden Tag fahre ich eben wie schon gesagt an diesem Friseurgeschäft vorbei und denke an dich, Phi! Hier nun das Foto dazu! Hoffen wir, dass Anja eine gute Zukunft hat…

Schriebs, und hängte das oben dargestellte Foto von „Anja’s Chick-Saal“ an.

Ich gestehe, dass auch ich der Anja eine gute Zukunft Wünsche. Denn der von ihr gewählte Firmenname ist so schlecht, dass er quasi schon wieder gut ist. Auf alle Fälle um Längen origineller als „Kamm In“. Auf der Anderen Seite würde es mich ja brennend interessieren, was sie denn über ihr persönliches Chick-Saal (sorry, sie hat damit angefangen, ich hau nur drauf ;-) zu berichten wüsste, klappte es mit diesem nicht.

Das Beste draus gemacht…

Regen<br> Regen<br> Nichts als Regen<br>

Regentage machen keinen Spaß. Meint der Volksmund. Irgendwie und so ungefähr. Stimmt vermutlich sogar, sofern man sich darauf beschränkt, das schlechte Wetter zu beweinen und darüber ganz miesepetrig wird. Man kann in den Pausen zwischen den Nörgelattacken aber auch verblüfft feststellen, dass der gegen die Scheiben prasselnde Regen aus bestimmten Blickwinkeln ja richtig toll aussieht. Und auf ebenen Flächen auch durchaus was hermacht. Und wenn man die geschossenen Bildchen dann noch ein Bisschen durch das Bildbearbeitungsprogramm der Wahl jagt, können sich die Ergebnisse glatt sehen lassen. Da freut man sich doch beinahe schon auf den nächsten Regenschauer…

Montag

MinionsDas Bildchen hier, mir neulich unter die Augen gekommen und für passende Gelegenheiten gespeichert, passt irgendwie ganz gut, heute. Zu allem. Dem Arbeitstag im Büro, den ich dank Dienstreisen, Krankheit und Urlaub der Kollegen allein verbringen musste. Und zum Wetter, welches sich heute in München nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Eher uns alle. Mit Wasser. In üppig dimensionierten Mengen. Und zur Stimmung, nachdem ich das selbst auferlegte Sportprogramm nicht in dem Maß durchziehen konnte, wie ich das gerne gehabt hätte. Kurzum: Ein Tag, an dem man lieber im Bett liegen geblieben wäre.

Aber, welche Freude zur Abendstunde, es gibt auch einen Lichblick bei all dem Trübsal. Zumindest wenigstens ein kleines Stück Video zur launetechnischen Erbauung. Der nächste Trailer zum Minion-Film im Sommer ist da. Wenn das mal kein eindeutiger Silberstreif am Horizont ist! Ich merk‘ schon: die Woche wird noch besser.

Musikalische Untermalung für entspannte Sonntage

München, Sonntag Morgen, kurz nach zehn. Das Wetter ist lausig bis eklig, es stürmt und schneit. Der vorhin durchgeführte kurze Ausflug zum Bäcker sorgte nicht nur für die erwünschte morgendliche Magenfüllung, sondern auch für die Erkentniss, dass ich es mir heute mal lieber daheim im Warmen gemütlich mache. Nee, an Tagen wie diesen magste keinen Hund vor die Tür jagen.

Solltet ihr das für heute auch eher das Entspannungsprogramm eingeplant haben, dann hätte ich da eine hochgradig passende klangliche Begleitung für dieses Vorhaben parat. Bo Saris, The Addict. Noch entspannter und gemütlicher kann es kaum noch werden. Einschalten, zurücklehnen und genießen! Und bloß keinen Stress heute!

Fuck the Backmischung

Nette Innen-Deko<br>Besonders die Torte im Bavarian-Style hat es mir sehr angetan

Exploration des zukünftigen Stadtsviertels, nächster Teil. Diesmal aus der Kategorie „Wo bekommt man eigentlich nachmittags guten Kuchen her, wenn man spontan Gelüste nach solchem entwickeln sollte?“.

Nun kenne ich im Westend ja schon eine ganze Menge Kneipen und Cafés. Auch einen Supermarkt habe ich dort schon von innen gesehen. Bäckereien und Konditoreien hatte ich bis dato noch nicht auf dem Schirm.  Bezüglich Letzterem ist das ist fortan vermutlich auch gar nicht mehr nötig, denn ich habe am Wochenende das „Neue Kubitscheck“ entdeckt und bin damit vermutlich völlig ausreichend versorgt, was den Quell bäckerischer Nachmittagsfreuden angeht. Ein Laden, der „Fuck the Backmischung“ zum Geschäftskredo erkoren hat und das riesig in seine Schaufenster schreibt, ist mir schonmal sehr sympathisch. Wie auch den Neben-Claim „Die besten Torten der Welt“. Das zeugt von einem gewissen Selbstbewusstsein. Traditionstriefende Schwarzwälder Kirschtorte erwarte ich in solchen Läden eher nicht vorzufinden. Es gab dann auch keine solche.

Auch mal ein Name für ein Café<br>Aber eigentlich heißt es ja "Das neue  Kubitschek" Die Geschäftsräume in der Gollierstraße (vermutlich etwas mehr als fünf Minuten zu Fuß von der neuen Wohnung entfernt) muss man wohl eher als spartanisch beschreiben. Zwei Theken für Kuchen und Kasse, ein paar nüchterne Tische und Stühle für die Gäste. Wer mag, kann seinen erworbenen Kuchen direkt bei einem Kaffee vor Ort konsumieren, oder eben, was die Meisten zu tun scheinen, mit an den heimischen Tisch nehmen. Wenig spektakulär, das einzig Bemerkenswerte fand ich die Raumdeko, die über den Theken hing. Sowas könnte mir auch gefallen. Ansonsten lädt das Café in meinen Augen jetzt nicht zwingend dazu ein, sich dort den Nachmittag um die Ohren zu schlagen. Da gibt es nettere Lokalitäten in der näheren Umgebung. Aber darum geht es ja im Moment gar nicht, ich will lediglich ein Wenig vom Kuchen schwärmen.

Der ist nämlich ganz vorzüglich: Vier unterschiedliche Stücke haben wir uns ausgesucht (die Auswahl ist erheblich größer), alle vier waren frisch, lecker und einfach gut. Mehr kann man sich eigentlich nicht wünschen. Wenn also jemand mal zufällig im Westend unterwegs sein sollte und spontane Gelüste auf Kuchen hat: schaut im Kubitschek vorbei!

Mindesthirn für alle!

Mindesthirn für alle!<br>Endlich mal eine vernünftige politische Forderung! :-) Was musste ich heute Morgen beim stöbern durch diverse Blogs grinsen, als ich dieses Bild sah. Ja, das ist mal eine Forderung, deren praktische Umsetzung unser Land weit voranbringen könnte und die meine volle Unterstützung findet! Allein, einen Weg zu dieser Umsetzung zu finden, dürfte sich als schwieriges Unterfangen herausstellen.

Nun habe ich keine Ahnung, ob dieses Wahlplakat wirklich im Vorfeld der heutigen Wahlen zur Bürgerschaft in Hamburg mehrfach in freier Wildbahn angetroffen werden konnte, oder ob es sich eben doch um eine einzelne Guerilla-Aktion handelte (der Hintergrund lässt Letzteres vermuten). Aber solche Forderungen auch eine Nummer größer zu plakatieren, würde ich ihnen durchaus zutrauen, den Herrschaften der PARTEI.

Ich sollte erwägen, mir den Spruch auf ein T-Shirt drucken zu lassen…

[via Testspiel]