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Fremdenführer? Kann ich!

Früher oder später musste es ja so kommen, dass ich Besuch bekomme und der gern hätte, dass ich ein Bisschen was von München zeige. Dieser Tage habe ich Navid von Stuttgart mit nach München genommen, da er dort etwas im iranischen Konsulat (ob die Erwähnung dieses Wortes wohl genügt, dass mein Blog jetzt von NSA, BND und all diesen anderen Quatschköpfen verfolgt wird? Ich hoffe doch, das würde die Zahl der Leser hier erheblich erhöhen!) zu erledigen hatte. Und nachdem das relativ schnell erledigt war, blieb noch genug Zeit, um einmal das obligatorische Touristenprogramm durchzuziehen. Bot sich ja auch an, noch besseres Wetter konnte man gar nicht haben.

Also los. Einmal von Hauptbahnhof los Richtung Stachus (aber vorher erstmal eine Kaffeepause einlegen). Foto vor dem dortigen Brunnen machen – check! Weiter zur Frauenkirche (unbedingt ablichten – check!), die ich in diesem Zusammenhang erstmals betreten habe. Der Fußabdruck des Teufels im Eingangsbereich (wer sie nicht kennt, die passende Erklärung findet sich in der Wikipedia) ist in meinen Augen schon fast das Einzige, das lohnenswert ist. Es gibt definitiv beeindruckendere Kirchen spätgotischer Bauart.

Umbauarbeiten

Nicht ganz eineinhalb Jahre lang betreibe ich dieses Blog inzwischen. Und wie das gerne mal so kommt: ich habe mich am verwendeten Design inzwischen sattgesehen. Ein bisschen zu dunkel, etwas zu opulent, nicht klar genug – nicht modern. Zumindest empfand ich das so.

Also muss ein neuer Theme her und dieser natürlich noch an diversen Stellen angepasst werden. Und genau das passiert gerade, im Urlaub hat man für sowas ja endlich mal Zeit. Der neue Theme ist „responsive“ (heißt: er passt sich automatisch an die eingesetzten Bildschirmgrößen und Endgeräte an (auf Telefonen sieht er beispielsweise anders aus als am Webbrowser, was die Lesbarkeit auf einem so kleinen Display ungemein erhöht) und in großen Stücken leichter handhabbar als der alte. Und er sieht besser aus. Finde ich. Dennoch gibt es noch viele kleine Ecken an denen ich noch basteln muss. Seid also bitte nicht irritiert, wenn die eine oder andere Stelle nicht funktioniert, sich noch öfter ändert, wenn vielleicht irgendwelche Stellen noch nicht korrekt übersetzt sind und so weiter. „Work in progress“ sozusagen.

Aber ich hoffe mal, dass euch der neue Look gefällt, den habt ihr jetzt mindestens ein Jahr auszuhalten ;-)

Bereit für’s Establishment!

Letzter „Arbeitstag“ vor dem Urlaub. Geschäftsstellen-Event. Einen Golf-Schnupperkurs hatten die Kollegen angeregt und weil ich ja immer auf meine Kollegen höre, haben wir an einem solchen teilgenommen. Im Golfclub München-West, was inetwa geographisch so präzise ist wie „Flughafen Frankfurt Hahn“ – der Golfplatz liegt in Odelzhausen und das ist rund 35km von München entfernt. Andererseits, der Flughafen im Erdinger Moos darf ja auch „München“ heißen, warum also dieser Golfplatz nicht „München West“…

Drei Stunden Golf-Einführung wurden uns zuteil, was eine recht schweißtreibende Angelegenheit wurde, auch wenn wir schon morgens um halb neun an der Reihe waren. Unser netter und zweifelsfrei hipper

Golflehrer (er hat die vorherrschenden Klischees schon irgendwie erfüllt) hat uns relativ zügig die notwendigen Grundlagen vermittelt und ließ uns üben. Putten, Chippen, Abschlagen – alles was dazugehört. Und obwohl mir relativ schnell klar wurde, dass mir (auch dank meiner Bewegungseinschränkungen) wohl keine zweite Karriere als erfolgreicher Golfer bestimmt ist, war die Sache doch irgendwie spaßig. Vor allem, weil wir uns nicht nur auf die reinen Übungsanlagen beschränken mussten, sondern sogar ein paar „richtige“ Löcher spielen konnte. Dafür unterhält der Club nämlich extra ein paar Bahnen vor, die man auch ohne Platzreife bespielen darf. Allerdings wäre ich ja für die Schaffung von mehr schattigen Stellen – ein zweites T-Shirt war nach den Übungsstunden definitiv nötig. Tobi und René waren so angetan, dass sie gleich kommende Woche nochmal auf einen Golfplatz wollen. Bin gespannt, wie lange diese Motivation anhält.

Politische Wirrköpfe

Die Wahlen im September werfen ihre Schatten voraus. An die Wahlplakate an allen möglichen und unmöglichen Stellen habe ich mich ja gewöhnt (auch an die doch eher schwachsinnigen der SPD, derer zufolge Herr Ude Wort hält – welch Schenkelklopfer!), nicht jedoch an die neuen Parteien, die es in anderen Bundesländern nicht gibt. Mein absoluter Favorit ist hier derzeit die „Bayernpartei“, die offenbar von ein paar Menschen ins Leben gerufen worden, denen die CSU noch nicht traditionell, konservativ, borniert und gestrig genug ist. Oder anders ausgedrückt: man hat offenbar beschlossen, sich noch weiter am rechten Rand zu platzieren (scheinbar ist da noch Platz, auch wenn manche Äußerungen der aktuellen Landesregierung dies nicht eben erwarten lassen). Gut, „Rechtsradikal“ ist die Bayernpartei eher nicht und manche ihrer Forderungen könnten auch von den Grünen kommen (aber bei denen kann man ja hin und wieder auch den Eindruck gewinnen, als wären sie die neue CDU der 68er Generation), aber „wertkonservativ“ ist nur eine milde Umschreibung dessen, was die Partei als obere Ziele definiert. Ich zitiere mal aus dem Wahlprogramm:

Wie man sich die Hitze erträglich macht

Letzten Sonntag war’s . Die Temperaturen in München erreichten Höhen, um die wohl kaum ein Mensch gebeten hat. Zumindest nicht, wenn er in einer Großstadt lebt. Es gibt definitiv attraktiveres als Asphaltwüsten bei 38 Grad Außentemperatur. Da hilft es auch nur bedingt, wenn man sich fortwährend gekühlte Getränke einverleibt. Abkühlung tut not. Nun wäre es anheliegend gewesen, einfach in den Westpark um die Ecke zu marschieren, um sich dort unter einen Baum zu legen. Allerdings fürchtete ich, dass die schon alle belegt wären – denn so schrecklich viele Bäume gibt es dort nunmal nicht.

Das war die perfekte Gelegenheit, um mal das Gebiet um die „Neue Fasanerie“ in Augenschein zu nehmen. Etwas außerhalb (nördlich vom Schlosspark Nymphenburg) gelegen, versprach der Ort nicht ganz so überlaufen zu sein wie die innerstädtischen Parks. Und einen Biergarten gibt es auch. Also nichts wie hin. Bewaffnet mit Handtuch, Notebook, Lesestoff, Getränken und einer Thermoskanne voll Eiswürfel ging’s los. Und was soll ich sagen: Man kommt sich dort schon beinahe vor wie in absolut freier Natur. Große Wiesen, ein Bisschen Wald – und vor allem zwei Dinge: Schatten und Ruhe. Gut, man hört gelegentlich die S-Bahn-Linie, die relativ nah an dem Gebiet vorbeiführt, aber ansonsten war nicht viel los. Genau das, was ich haben wollte, um in Ruhe ein paar Blogeinträge und Mails zu schreiben.

Eigentlich wollte ich noch im Biergarten mein Abendessen einnehmen, das habe ich mir dann doch für ein andermal aufgehoben – wiederkommen werde ich in jedem Fall.

Flashmob

Flashmobs erfreuen sich ja dank kurzfristiger Massenmobilisierung in sozialen Netzwerken immer größerer Beliebtheit. Man trifft sich zur öffentlichen Kissenschlacht, zur Besetzung eines McDonalds, oder tanzt in einem Bahnhof.

Gestern (ich war wahnsinniger Weise am frühen Nachmittag in der Innenstadt unterwegs) wurde ich zum ersten mal selbst zufällig Zeuge einer solchen Aktion – man hatte sich eingefunden, um zu Michael Jackson’s ‚Beat it‘ auf dem

Odeonsplatz umherzuhüpfen.

Mir wäre es ja definitiv zu heiß für eine solche Aktion gewesen (aber die Jugend von heute schreckt ja vor nix zurück ;-), aber nett anzusehen war es in jedem Fall. Und ich musste über die Wahl des Songs ein Wenig schmunzen – ‚Beat it‘ dürfte älter sein, als die meisten der Teilnehmer.

Das nächste mal würde ich dann bitte gern eine „Thriller“-Performance sehen. Wobei, gab es ja schon

So macht Schwimmen Spaß

Dieser Tage fragte mich meine Bekannte Nina: „Wollen wir heute Abend noch ne Runde Schwimmen gehen?“. Nun muss ich gestehen, dass ich seit Jahren kein Freibad mehr von innen gesehen habe, denn erstens sind mir diese meistens entschieden zu voll und zweitens habe ich es dank meines Bechterews nicht mehr so mit dem Schwimmen – außer Rückenschwimmen ist nicht mehr viel zu machen (ich könnte dagegen sicher gut Schnorcheln, in Bauchlage bekomme ich den Kopf nicht mehr wirklich aus dem Wasser gestreckt) und das macht nur bedingt Spaß, wenn man dauernd Gefahr läuft, eine andere Person über den Haufen zu schwimmen.

In Anbetracht der derzeitigen Temperaturen schien es mir aber angebracht, mal eine Ausnahme zu machen, zu verlockend die Aussicht, den ganzen Körper um ein paar Grad abzukühlen. Wobei „heute Abend“ eine spannende Sache war, denn eigentlich machen die Freibäder in München allesamt um 20:00 zu – so etwa der Zeitpunkt, zu dem ich die Temperaturen als „jetzt sind sie fast annehmbar“ einstufe. Aber da kannte ich das Dantebad noch nicht, welches in mehrfacher Hinsicht ein Bisschen speziell ist.