Eintauchen ins Brauchtum

Unser erster gemeinsamer Biergartenbesuch Der "Augustiner", relativ zentral an der HackerbrückeNachdem Tobi und ich ja dringend Nachhilfe in bayrischer Kultur und dem hiesigen Brauchtum benötigen, war René so nett, uns heute in den Augustiner Biergarten zu entführen (vom Büro mit dem Bus nach Laim, dann per S-Bahn zur Hackerbrücke und dann noch ein paar Meter zu Fuß). Nicht, dass ich die Annehmlichkeiten eines Biergartens nicht schon zuvor genossen hätte (da haben wir Württemberger nun wirklich Nachholbedarf), aber es war der erste in unserer Zeit als "Münchner", von daher halte ich ihn durchaus für erwähnenswert. Und bei rund 30 Grad und entschieden zu schwüler Luft gibt es ja nun wirklich schlechtere Dinge, als der Tag bei einer Kleinigkeit zu Essen und einem kühlen Getränk zu ausklingen zu lassen.

Nach Feierabend... Ich muss gestehen, daran könnte ich mich echt gewöhnen. Nach dem Arbeiten noch was trinken gehen...Allerdings scheinen nicht nur wir auf diese Idee gekommen zu sein. Spätestens um halb sieben war es brechend voll und die Warteschlangen an der Essens- und Getränkeausgabe entsprechend lang. Erfreulicher Weise waren wir schon früher da, so dass wir auch noch recht problemlos einen Platz fanden und unser Abendessen schon vor uns hatten, ehe der große ansturm begann. Ich muss mal schauen, ob es in der Ecke des Büros auch einen gibt, es muss ja nicht gleich so ein großer sein. Wobei das vermutlich eine sinnfreie Überlegung ist - ich glaube, hier gibt es an jeder dritten Ecke einen Biergarten - und ich freue mich auf jeden einzelnen davon. Der geneigte Stuttgarter mag nun ausrufen "gibt's bei uns auch". Das stimmt. Allerdings gibt es in ganz Stuttgart vermutlich drei oder vier Biergärten im klassischen Sinn und das Speiseangebot dort ein anderes. Und sicher kein besseres. Glaubt's einfach. Oder probiert es aus, wenn ihr mal herkommt.

Brezn und Obatzta Lecker. Wirklich! Mein Abendessen mag ich euch nicht vorenthalten. Für diejenigen, die mit den zwei "Bolle" (wie der Schwabe sagen würde) auf dem Teller nichts anzufangen wissen: Es handelt sich hierbei um "Obatzen" - im Grunde schlicht Käse. Die Wikipedia beschreibt das aber erheblich schöner:

Obatzter, auch Obatzda oder Obazda („Angebatzter, Angedrückter, Vermischter“, in der Schweiz auch als Gmanschter bekannt) ist eine pikante bayerische Käsecreme, die zur Brotzeit serviert wird. In Bayern gehört Obatzter zu den klassischen Biergarten-Gerichten. Serviert wird das Gericht mit frischem Schnittlauch bestreut, dazu Roggenbrot oder Brezen, Radieschen oder in Spiralen geschnittener Radi (Rettich).

Lecker war's!

  2 comments for “Eintauchen ins Brauchtum

  1. Toby
    20. Juni 2012 at 13:59

    Ich wollte ja mein Helles Augustiner drauf schummeln, aber da musst ich mir von Ihm was von wegen „Bildverfälschung“ und „Nicht Realitätsgetreu“ anhören… ;)

  2. maah
    20. Juni 2012 at 10:36

    Argh! Da gehört ein Bier auf’s Foto. Die Cola geht ja mal gar nicht, Du Banause! Sonst werfen die Bayern Dich gleich wieder raus…

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